Sich selbst GUT(ES) tun

ist eigentlich doch ganz einfach. Einmal kurz  innehalten, die Natur genießen und seinen Gedanken freien Lauf lassen. Oder sich zwischendurch mal selbst belohnen, mit einem  Blumenstrauß zum Beispiel.

 

Sich GUT(ES) tun! Sich BELOHNEN! Ich erlebe häufig,, dass Menschen diese Begriffe vor allem mit "essen" verbinden. "Ich esse, um mich zu belohnen". 

 

Warum nimmt "essen" einen so hohen Stellenwert ein? Ein Grund dafür, den ich selbst häufig in jungen Familien erlebe, ist, dass Kinder für eine gute Note, für eine bestandene Prüfung, weil sie das Zimmer aufgeräumt haben usw. mit etwas Süßem "BELOHNT" werden.

 

Oder umgekehrt: "Du hattest heute keinen guten Tag", "...die Prüfung verhauen",  dafür bekommst du ein Eis, eine Tafel Schokolade, Gummibärchen... Auch negative Erlebnisse werden mit "essen" wieder gut gemacht.

 

Also beginnt hier bereits schon eine Konditionierung: Eine gute Leistung oder negative Ereignisse werden mit "essen" honoriert.

 

Diese Konditionierung setzt sich dann häufig im Erwachsenenalter weiter fort.

 

Leistung / Frust / Stress = Belohnung => Essen.  

 

Hat man sich über die Jahre nicht unbedingt mit frischem Gemüse oder einer Portion Obst belohnt, sind mögliche Folgen sicher hinlänglich bekannt: Übergewicht, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen usw.

 

Mit einer Diät ist es in der Regel nicht getan. Kurzfristig verliert man sicher ein paar Kilos. Die sind aber schnell wieder drauf wenn nicht umgedacht wird. Ein ganz wichtiger Faktor bei der Gewichtsreduzierung ist ganz sicher eine gezielte Ernährungsumstellung. Aber der "Verhaltensfaktor" spielt dabei  mindestens eine genau so große Rolle.

 

Keine Frage, "essen" ist sicher mit eine der schönsten sinnlichen Erfahrungen. Aber es gibt auch viele andere schöne Dinge, die unsere Sinne erfreuen. Machen Sie sich doch einmal Gedanken, welche Dinge Sie positiv berühren. Damit meine ich nicht unbedingt ein paar neue Schuhe (wobei ich diese der Schokolade eh immer vorziehen würde ;-) ) oder ein Radlader...

 

Meine Belohnung ist ganz oft gute Musik. Nach einem langen Tag abends die Kopfhörer aufsetzen und mit dieser Musik den Tag verarbeiten. Musik berührt zum Beispiel MEINE Sinne. Was berührt Ihre? Nehmen Sie sich einmal die Zeit und denken Sie darüber nach. Vielleicht könnte genau DAS Ihre BELOHNUNG sein, mit der Sie sich GUT(ES) tun!

 

Bleiben Sie gesund, Ihre

Anke Fritz

 

 

 

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